Für den Verbleib der Bezirksschule in Lachen

Beitrag Einzelinitiative für Broschüre zur Gemeindeversammlung vom 28.11.2013

Mit der eingereichten Einzelinitiative „Für den Verbleib der Bezirksschule in Lachen“ wird das wichtigste Ziel erreicht: Die Lachner Bürger können sich erstmals über den Standort des Bezirkschulhauses äussern.

Der Gemeinderat Lachen hat dem Bezirk schriftlich mitgeteilt, dass der Mietvertrag für das Schulhaus am Park ab 2019 nicht verlängert werde. Deshalb ist der Bezirksrat herausgefordert, eine Lösung zu suchen. Der Gemeinderat Lachen legte dem Bezirksrat March schonmals ein unattraktives Kaufangebot für 11 Millionen Franken vor, das dem nun vorliegenden „Gegenvorschlag“ entspricht. In der Folge favorisierte der Bezirksrat ein Angebot der Genossame Lachen in der Breiten, Altendorf. Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat der Gemeinderat Altendorf die notwendige Umzonung in der Breiten zurückgestellt. In dieser verfahrenen Situation ist eine konstruktive Wiedererwägung am bewährten Standort in Lachen am See angebracht. Die Genossame Lachen hat auch zu diesem Standort Hand geboten.

Keine Verschleuderung von Volksvermögen

Der Gemeinderat Lachen ist aus finanziellen Überlegungen gegen die Einzelinitiative. Er möchte anstelle von 2 Millionen Franken Buchwert einfach den Verkaufspreis erhöhen auf 11 Millionen Franken. Das ist eine einseitige Sichtweise und blendet wesentliche Tatsachen aus:

  1. Der Hauptort Lachen verliert so oder so jährlich beträchtliche Einnahmen:
    Der Bezirk zahlte gemäss Rechnung 2012 Schulmieten von Fr. 831‘670.-, zuzüglich Fr. 53‘107.- für die Benützung der Turnhallen und Fr. 9‘045.- für das Schwimmbad. Zudem bezahlt der Bezirk einen Betriebskostenanteil an die Gemeinde von Fr. 282‘414.-. Nicht zu vergessen sind die Unterhalts- und Betriebskostenbeiträge an die Genossenschaft Sport + Freizeit und das Eisfeld von Fr. 45’000.- jährlich. Geht man so mit einem guten Mieter um?
  2. Vernichtung von bestehender Bausubstanz:
    Der Gemeinderat Lachen informierte am 27. Juni 2013 über seine Visionen für die Weiterentwicklung am See, dass ganz ohne Sekschulhaus weiter geplant würde. Und jetzt wird ein „Gegenvorschlag“ für 11 Millionen unterbreitet? Dann würden also auch mit der „Vision“ des Gemeinderates 11 Millionen Franken vernichtet. Ist das noch glaubwürdig: Einerseits eine ganze Schulanlage abreissen und andererseits für viel Geld das Primarschulhaus erweitern? Was ist wichtiger für die Volksschule: motivierte Lehrpersonen oder auf den Zentimeter genau eingehaltene Schulzimmer-Normen?
  3. Neubau Sekschulhaus auf der grünen Wiese:
    Ist dann die Bezirksschule aus Lachen einmal vertrieben, wird der Neubau des Schulhauses zwischen 30 und 40 Millionen Franken kosten, wie die Erfahrungen der MPS Buttikon zeigen. Die Lachner finanzieren schon heute den Löwenanteil des Bezirksbudgets mit 28%. Sie würden dann also für den Neubau mit 8 bis 11 Millionen Franken zur Kasse gebeten. Voraussichtlich sind sogar Bezirkssteuererhöhungen bis 15% notwendig. Die für die Lachner Vereine dringend notwendige Dreifach-Turnhalle käme auf dem neuen MPS-Campus, statt in Lachen zu stehen. Geht man so mit den Steuerzahlern um?

Standortvorteile nutzen

Die Gemeinde Lachen ist stolz, Bezirkshauptort zu sein. In dieser Position hat sie aber auch eine grosse Mitverantwortung. Wir Lachner sind jetzt in der komfortablen Ausgangslage, über einen vielfach gepriesenen Standortvorteil abzustimmen. Das Schulangebot in Lachen ist heute umfassend. Und das soll es auch bleiben. Dank den kurzen Distanzen sind die Schulwege relativ sicher für die Kinder im Dorf. Mit der Realisierung der Kernentlastungsstrasse wird der Schulweg aus Altendorf wesentlich sicherer werden. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr (Bus) ist bereits heute bestens gewährleistet. Die weitere Nutzung der bestehende Gebäudesubstanz bringt zahlreiche Synergien für die Vereine und Wertschöpfung für das ganze Dorf. Zudem sind wir überzeugt, dass mit dem Verbleib der Bezirksschule in Lachen allen weiteren Spekulationen des Gemeinderates einen Riegel geschoben werden kann. Das ganze Gelände in Lachen am See ist umfassend für den öffentlichen Zugang zu sichern. Das ist am Besten gewährleistet mit dem Schulhaus am Park. Erweiterungsmöglichkeiten sind unter Berücksichtigung des 36er-Schulhauses, der alten Turnhalle und allenfalls des Seeparkplatzes zahlreich vorhanden. Lachen und der Bezirk haben bei uns Potential. Nutzen wir es.

Die Unterzeichner der Initiativen:
René Bünter, Michael Maier, Walter Ricklin, Elmar Schwyter, Thomas Haas

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