Die Sek 1 gehört nach Lachen

Dem «Marchanzeiger» vom 3.9.2014 musste ich entnehmen, dass unser Gemeinderat gegen den Verbleib der Bezirksschule in Lachen ist. Derselbe Gemeinderat notabene, der im Rahmen der Vernehmlassung der «Vision 2030» am 24.11.2011 noch öffentlich verkündet hat (Zitat): «Der Gemeinderat entscheidet, mit dem Bezirk einen Baurechtsvertrag einzugehen, um das Areal der heutigen Bezirksschule für den Weiterverbleib der SEK 1 in Lachen zur Verfügung zu stellen». Was ist da passiert?

Begründet wird der Entscheid nun plötzlich unter anderem damit, dass «die heutige Schulinfrastruktur der SEK 1 March in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden muss.» Ein Blick in die Studie, welcher der Gemeinderat extra für die Erstellung der «Vision 2030» in Auftrag gegeben hat, verrät: die Schülerzahl wird maximal von 480 (Stand 2011) auf ca. 525 (im 2030) erhöht. Warum nachfolgend die Rede von «18 zusätzlichen Räumen» ist, was diesen «massiven Ausbau» nötig mache, bleibt das Geheimnis unserer Pädagogen– und lässt erahnen, weshalb die Bildungsausgaben seit Jahren explodieren. Zu meiner Zeit brauchte es jedenfalls noch nicht für zwei bis drei neue Schüler einen neuen Raum. Oder ist dieser «massive Ausbau» etwa nur Angstmacherei, weil man das Schulhaus einfach nicht mehr will?

Fakt ist: zu einer attraktiven Wohngemeinde gehört ein umfassendes Schulangebot. Die bestehende Infrastruktur soll weiter genutzt werden, anstatt auf der grünen Wiese einen teuren Neubau zu erstellen. Dass dies möglich ist, wurde in der genannten Studie bestätigt. Und von unserem Gemeinderat hätte ich eigentlich erwartet, dass er sich für Lachen einsetzt.
Nun müssen sich halt die Lachnerinnen und Lachner dafür einsetzen, dass die Sek 1 March in Lachen bleibt. Mit einem deutlichen «JA» zum Verbleib der Bezirksschule in Lachen am 28. September 2014 setzen wir ein Zeichen.


Thomas Haas
Lachen

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