Die SVP Lachen fordert den ZAM zur Überarbeitung der Gebühren auf.
Wie der Zweckverband Abfallentsorgung March (ZAM) informiert, will er die Grüngutentsorgung neu regeln. Im Gegenzug sollen die Kehrichtsäcke günstiger verkauft werden. Begründet wird dies mit der Umstellung auf eine verursachergerechtere Entsorgung. Die SVP Lachen ist mit dem Vorgehen nicht einverstanden, weil damit eine versteckte Erhöhung der Entsorgungsgebühren, eine Verkomplizierung der Entsorgung und eine mangelnde Kostentransparenz verbunden sind. Mit einem Marschhalt hätte der ZAM die Gelegenheit, eine zweckmässigere Regelung zu erarbeiten.
Umstellung hat Mehrkosten zur Folge
Die Kostenanalyse zeigt klar auf, dass die Grüngutabfuhr rund 37 Prozent der Abfuhrgebühren ausmacht. Von den 3,2 Mio. Abfuhrkosten entfallen 1,2 Mio. auf Grüngut und 2 Mio. auf den Kehricht.
Im Gegenzug werden die Kehrichtsäcke nur um 20 Prozent günstiger. (35-Liter-Kehrichtsack von 2.50 auf 2 Fr.). Intransparent bleibt, wozu die 17 Prozent der fehlenden Kostenreduktion verwendet werden. Einer verdeckten Gebührenerhöhung kann die SVP Lachen nicht zustimmen.
Vignetten auch für kleinere Container
Eine Jahresvignette nur für ganz grosse Container finden wir ungerecht. Die SVP Lachen schlägt deshalb die Einführung von Jahresvignetten auch für 140-, 240- und 360-Liter-Container vor. Damit wäre jede Leerung, unabhängig vom Füllgrad, abgedeckt und die ganze Diskussion über geruchsverbreitende Container erledigt. Das wäre eine wesentliche Vereinfachung für die Nutzenden. Weiter soll geprüft werden, ob die Vignetten über die Abfallgrundgebühren vereinfacht eingezogen werden können.
Keine Fehlanreize schaffen
Gebühren haben immer auch eine lenkende Wirkung. Damit können auch Fehlanreize geschaffen werden, die unerwünscht sind. Es ist uns ein Anliegen, dass das Grüngut richtig entsorgt wird und nicht am Bachufer, im Wald oder im Kehrichtsack landet.
Der heisse Sommer hat klar gezeigt, wie wichtig Grünflächen, Sträucher und Bäume in unseren Siedlungen sind. Die Grünpflege darf nicht bestraft, sondern muss gefördert werden.
Fehlende Kostentransparenz
Die vorgeschlagene Gebührenordnung schafft weniger Kostentransparenz, weil damit nur 70 Prozent der Grüngutabfuhr gedeckt wird. Die restlichen 30 Prozent sollen weiterhin über Kehrichtsackgebühr und Kehrichtgrundgebühr der Gemeinden finanziert werden. In erster Linie werden die Betriebskostenbeiträge der Gemeinden gesenkt und die Haushalte mehr belastet. Effektive Kosten und allenfalls notwendige Zusatzinvestitionen sind vollumfänglich auszuweisen. Stossend für die SVP ist, dass die Jahresrechnung des Verbands nur nach telefonischer Voranmeldung auf der Geschäftsstelle eingesehen werden kann. Die SVP Lachen verlangt, dass der ZAM die Jahresrechnung auf der Webseite offen zugänglich macht.
Die SVP Lachen fordert die Gemeindevertreter im ZAM zu einem Marschhalt und zum Überdenken der neuen Gebührenordnung auf. Die vorgelegte Variante hat unserer Ansicht nach Verbesserungspotenzial.
SVP Lachen
erschienen im March-Anzeiger vom 1.9.2026
